≡ Menu

Test

asdasdsad
asddasdsa

{ 0 comments }

Goldsteig – die Fotos

Wer noch nicht genug hat, kann sich hier das Fotoalbum zu unserer Wanderung ansehen.

Wir haben den Goldsteig sehr genossen und können ihn vorbehaltlos empfehlen! Die vierzehn Etappen waren teilweise überraschend anstrengend; von unseren bisherigen Weitwanderungen war das die «alpinste». Wir konnten aber alle Wanderungen problemlos bewältigen und trugen, abgesehen von einigen teils üblen Insektenstichen und je zwei «Umfallern», keine Blessuren davon. Besonders gut gefiel es uns im Nationalpark und auf den Gipfeln der höchsten Berge im bayerischen Wald (Arber, Rachel, Lusen). Ein ganz besonderer Moment war natürlich die Sichtung eines frei lebenden Luchses. Das Wetter spielte auch mit und hat sicher dazu beigetragen, dass es uns bei den Bayern so gut gefiel.

Schuhe leeren, eine der Hauptbeschäftigungen auf dem Goldsteig

Die Hotels waren grösstenteils gut bis sehr gut. Auch mit dem Essen waren wir zufrieden, wenn man von der Eintönigkeit der Speisekarten absieht. Auch in Bayern scheint Gemüse Seltenheitswert zu haben. Man könnte sich Skorbut holen, würde man dauerhaft so essen. Die Schnitzel konnte ich aber erfolgreich umschiffen, auch dank der Forellen und Saiblinge, die sogar oft aus der Region stammten.

Gegen Ende der Wanderung hatten wir einige Male mit Wegen zu kämpfen, die durch Holzschlag unpassierbar waren oder zumindest in schlechtem Zustand. Erst im Nachhinein wurde uns bewusst, wie sehr die Wälder der Region wieder vom Borkenkäfer bedroht sind. Da muss man Verständnis haben, wenn nicht jeder Abschnitt des Goldsteiges in tadellosem Zustand ist. Mit dem fehlenden Wegweiser, der uns am letzten Tag viel Zeit und Nerven kostete, hatten die Baumfäller allerdings nichts zu tun.

{ 0 comments }

Goldsteig — Rückreise von Passau nach Brugg

Gestern Abend haben wir noch eine Kollegin von Brige getroffen, die mit dem Rad dem Lauf der Salzach und des Inns bis nach Passau gefolgt ist und praktisch zeitgleich mit uns in der Drei-Flüsse-Stadt eingetroffen ist. Beim gemeinsamen Nachtessen im Restaurant Paulusbogen tauschen wir angeregt Reiseerfahrungen aus.

Letzte Nacht fanden die Passauer Sommernachtsklänge statt, Konzerte in der ganzen Innenstadt. Auch unter unserem Hotelzimmer wurde aufgespielt, aber an Schlaf war auch der Hitze wegen nicht zu denken. Und wenn wir aus dem Hotelzimmer blickten, sahen wir unten am Steg das Kristallschiff MS Donau

Ein schwimmender Swarovski-Lüster

Und oben am Hang leuchtete die Veste Oberhaus, die tolle Burganlage über der Stadt.

Veste Oberhaus, voll beleuchtet. CC0 1.0

Am Morgen nach dem Frühstück im Saal im sechsten Stock lassen wir uns vom Taxi an den Bahnhof bringen und fahren mit dem Donau-Isar-Express von Passau nach München, steigen um und zuckeln gemütlich durch das Allgäu. In St. Margrethen muss ausserplanmässig die Lok getauscht werden, aber die Verspätung stört uns nicht gross, die Rückreise dauert sowieso lange. Müde und den Kopf voller Eindrücke kommen wir zuhause an.

{ 0 comments }

Goldsteig Etappe 14: von Hauzenberg nach Passau

Gute zwanzig Kilometer lang ist die Schlussetappe, deshalb sind wir froh, dass wir bereits um sieben Uhr frühstücken können, denn auch heute wird es wieder heiss. Die erste Hälfte des Weges verläuft äusserst angenehm zuerst im Staffelbachtal und anschliessend im Erlautal. Wir folgen den Flüsschen, sind meist im Schatten und die Wege sind gut.

Es geht doch nichts über eine kühle Auenlandschaft!

Besonders interessant wird es vor Schmölz, wo der Weg in der Nähe einer stillgelegten Bahnlinie zwischen Hauzenberg und Passau verläuft. Wie wir einer Informationstafel entnehmen, bestehen Pläne, das Gleis wieder in Betrieb zu nehmen, ein Förderverein existiert bereits. Die Trasse ist allerdings in einem miserablen Zustand, die Brückengeländer hängen herunter, und alles ist überwuchert. Da wartet viel Arbeit, sehr viel …

Hier fuhren einmal Züge

Wir kommen gut vorwärts, bis wir hochsteigen müssen nach Eggersdorf. Dort nehmen wir zwar im Dorf noch die richtige Abzweigung, doch nachdem wir einen halben Kilometer über ein glühendes Feld gelaufen sind, finden wir beim besten Willen keine Markierungszeichen mehr, weder vom Goldsteig noch sonst welche. Nach einigem Hin und Her gelingt es uns mit Hilfe von Handy und Google Maps endlich den richtigen Weg zu finden, aber wir verlieren mindestens eine halbe Stunde und sind ziemlich genervt.

Blick zurück Richtung Hauzenberg, aber wo geht es weiter?

Mehr und mehr kommen wir nun in besiedeltes Gebiet und müssen auch hin und wieder einer Strasse folgen. Erst jetzt wird mir so richtig bewusst, wie tief wir inzwischen sind (Passau liegt auf 312 m.ü.M.). Hier werden die Kirschen bereits reif, und die Blaubeeren haben auch schon die richtige Farbe!

Blaubeeren = Heidelbeeren, unsere ständigen Begleiter auf dem Goldsteig

Wir nähern uns Passau über sanfte Hügel, und plötzlich sehen wir das Ziel unserer Wanderung vor uns: die Veste Oberhaus! Dies ist unser letzter Anstieg, und er ist steil. Aber oben werden wir belohnt mit einer tollen Aussicht auf die Dreiflüssestadt Passau!

Dunkel die Ilz, blaugrün die Donau, hellgrau der Inn, mittig die Altstadt von Passau

Passau, wir kommen!

Unser Hotel steht zum Glück in der Altstadt, und so lassen wir es uns nicht nehmen, nach einer erfrischenden Dusche trotz müder Beine einen kleinen Rundgang zu machen. Passau ist wirklich hübsch und äusserst lebendig, dazu tragen natürlich auch die vielen Studierenden der Universität bei. Eigentlich schade, dass wir morgen bereits wieder abreisen … Schön wars!

{ 0 comments }

Goldsteig Etappe 13 – von Sonnen nach Hauzenberg

Beim Frühstück herrscht bereits um 07:30 Uhr Hochbetrieb, denn neben den gewöhnlichen Gästen belagern auch die Spieler des 1. FC Schweinfurt 05 das Buffet. Und ein anständiger Club dokumentiert heutzutags alle Aktivitäten auf den sozialen Medien, also filmt eine Videojournalistin, wie der Torwart Brötchen schneidet, der linke Flügel Rührei schöpft und der Trainer darüber wacht, dass sich keiner an der Mettwurst vergreift.

Wir brechen auch heute früh auf, es soll ja noch heisser werden. Endlich taucht das vielgepriesene Wandermobiliar auf. Bankgarnituren mit Tisch, gedeckt und mit Abfallkübel – der schiere Luxus!

Endlich das vielgepriesene Wandermobiliar

Zwischendurch kräht ein Hahn vom Dach, aber wir hören nichts.

Der Hahn kräht oder auch nicht

Dafür sehen wir bald den Frauenwaldgipfel, den letzten Gipfel auf unserer Tour.

Blick auf den letzten Gipfel

An derselben Stelle erinnert ein einfacher Gedenkstein an einen Luftkampf im zweiten Weltkrieg.

Beim Gedenkstein

Der Aufstieg zum Frauenwaldgipfel gestaltet sich gemäss der Karte angenehm; allerdings haben wir die Rechnung ohne das lokale Forstunternehmen gemacht.

Stopp, ab hier herrscht Lebensgefahr

Also wieder zurück und runter auf die Strasse, dann der Strasse entlang, bis wir eine Skipiste queren, von wo aus man den Turm auf dem Gipfel sieht.

Blick auf den Turm

Die letzten Höhenmeter nehmen wir in der Diretissima in Angriff und erklimmen die Skipiste. Wir kommen uns vor wie Marcel Hirscher im Dokumentarfilm über sein Sommertraining, als er die Streif hochgekraxelt ist.

Brige in der schwarzen Piste

Die Aussicht vom Turm teilen wir uns mit zwei Bikern. Die Fernsicht ist mässig, es ist extrem schwül und diesig; wir können den Arber und den Lusen mehr erahnen als wirklich sehen.

Blick vom Turm, unten der Skilift

Die heutige Route folgt über weite Strecken dem sogenannten „Granit-Erlebniswanderweg“, der bayerische Wald war früher auch bekannt für die Granitproduktion. Deshalb fallen die Bänke jetzt besonders solide aus.

Eine Bank für die Ewigkeit

Nach kurzem Abstieg erreichen wir den Freudensee beim Etappenort Hauzenberg, und es ist so schwül, dass an uns einfach alles klebt.

Am Freudensee

Auf dem Weg zum Hotel durchqueren wir einen Park, wo sich noch ein Turm befindet. Wir verzichten auf eine Besteigung …

Auf diesen Turm gehen wir ganz sicher nicht

… und kehren lieber ein in einem Naturhotel, das sich als wunderschöner alter Gutshof entpuppt, der sorgfältig und hochwertig in ein kleines Hotel umgebaut worden ist. Viele Bauernhöfe hier in der Gegend sind mindestens teilweise in Granit gebaut worden, so auch unser Hotel, und das merkt man. Als wir unser Zimmer im Erdgschoss betreten, ist es wunderbar kühl.

Nach Duschen und einer kleinen Erfrischung im Restaurant erkunden wir das nahegelegende Granitzentrum Bayerischer Wald, wo wir im Museum alles über die Geschichte des Granitabbaus und der Granitbearbeitung erfahren. Die alten Aufnahmen sind sehr eindrücklich. Im Museumsshop verzichten wir aus Gewichtsgründen auf den Kauf eines Souvenirs.

{ 3 comments }

Heute wird es zum ersten Mal richtig heiss, wobei wir hier in Sonnen auf 800 Metern über Meer nicht Brugger Werte erreichen. Mit 31 Grad am Nachmittag und 18 Grad nachts sind wir noch gut bedient. Die Etappe ist zum Glück mit 15 Kilometern eher kurz und auch von der Steigung her nicht anstrengend. Dafür laufen wir heute zum ersten Mal ein Stück richtig falsch. Ob es an der eher dürftigen Markierung liegt oder an unseren heissen Köpfen, bleibe dahingestellt.

Links Österreich, rechts Bayern, in der Mitte die Grosse Mühl

Als erstes absolvieren wir den Rest der acht Kilometer Goldsteig, die durch Österreich führen. Dann führt uns der Weg kreuz und quer auf aussichtsreichen Wegen durch die hübsche Hügellandschaft mit vielen Streusiedlungen.

Hier fiel Brige einfach keine passende Bildlegende ein, weil ja schon alles im Text stehe (Anm. des Tages-Korrektors)

Es ist drückend heiss, wir kommen nach kurzer Zeit heftig ins Schwitzen, und auch heute sind die Insekten, darunter auch blutsaugende, sehr aufsässig.

Ein nettes Insekt

Die Etappe ist unspektakulär im Vergleich zu denen, die wir hinter uns haben, aber eine Attraktion weist die Gegend doch auf. Kurz vor Sonnen liegt das «Nordische Zentrum Breitenberg» mit der beeindruckenden Skisprungschanzenanlage.

Und hopp!

Unser Hotel «Sonnenhof», das wir etwa um ein Uhr erreichen, liegt direkt am Goldsteig und ist ein Sporthotel. Auf dem Parkplatz steht der Bus des 1. FC Schweinfurt 05. Die Spieler sind hier im Trainingslager und absolvieren heute Abend auf der Sportanlage Sonnen (Platz 1) ein Testspiel gegen den FC Sturm Hauzenberg.

Bus des 1. FC Schweinfurt 05

Motto: „Wir arbeiten Fussball“

Wir begeben uns nach einer erfrischenden Dusche ins Hotelrestaurant um etwas zu trinken. Da es mehr Kantinenatmosphäre als Gemütlichkeit verströmt, laufen wir am Nachmittag noch einmal zurück ins Dorf, um in der Naturbäckerei Fesl Kaffee und Kuchen zu geniessen.

{ 2 comments }

Das war ein Prachtstag heute von A bis Z! Schönstes Wanderwetter erwartet uns, wir starten früh um 08:30 Uhr, um der Hitze zu entgehen, und wandern entlang der aufgehobenen Eisenbahnlinie zurück zum Goldsteig.

Alte Eisenbahnbrücke bei Haidmühle

Die ehemalige Eisenbahnlinie wird heute als Rad- und Wanderweg genutzt

Der letzte grosse Gipfel liegt vor uns, die Sonne brennt schon ziemlich und im steilsten Schlussaufstieg werden wir von Myriaden von Insekten umschwärmt.

Steiler Schlussaufstieg zum Dreisesselberg

Der Dreisesselberg (1333 Meter ü. M.) ist schon von unten spektakulär anzusehen.

Klippen am Dreisesselberg

Und oben wird’s noch besser; ich kann mich nicht sattsehen an der Aussicht!

Nein, Zürich-Schwamendingen ist leider nicht nicht auf der Panoramakarte aufgeführt

Aber auch ganz oben ist alles voller Insekten; im Nu kleben an meinen Armen zig Mücklein und es krabbelt hinten den Rücken runter. Irgendwie ist heute wohl Schlüpf- und Flugtag …

Insektenschwärme

Blick vom Dreisesselberg

Das folgende Teilstück, das südöstlich knapp unter dem Kamm entlang führt, ist absolut spektakulär. Immer etwa auf 1’200 Meter Höhe bietet der Adalbert-Stifter-Weg eine wunderbare Sicht ins weite Land unter uns.

Auf dem Adalbert-Stifter-Steig

Wir queren mehrmals Blockhalden mit riesigen Granitblöcken – wir sind im sogenannten „steinernen Meer“. Auch hier bietet sich ein prachtvoller Blick.

Im steinernen Meer

Brige im steinernen Meer, hohe Wellen!

Dann führt der Weg steil abwärts, es wird sofort wärmer, wir passieren einen uralten bayerischen blauweiss geringelten Wegweiser, der in Frakturschrift beschriftet ist. Weiter unten führt der Weg doch tatsächlich direkt durch den Campingplatz Lackenhäuser. Hier ist noch nicht viel Betrieb.

Im Campingplatz – „Und zisch, und klack, und weg!“

Wir bewegen uns heute im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Österreich und betreten wandernd Österreich. Es wird immer heisser, und zu allem Elend verläuft der Goldsteig während etwa zwei Kilometer über eine asphaltierte Strasse.

Wo sind eigentlich unsere Ausweispapiere?

Österreich; ich sage nur Crans-Montana 1987

Zwischendurch entdecken wir ein spezielles Pflänzchen, das wir im Aichele noch nicht gefunden haben.

Thuja ist es nicht, aber eine Bartnelke

Im Schlussanstieg zum Etappenort Schwarzenbach werfen wir nochmals einen Blick zurück auf unseren Weg unter dem Grat ganz am Horizont.

Blick zurück; ganz hinten das steinerne Meer

Vermutlich wissen die Goldsteig-Wanderer nicht immer, in welchem Land sie grad unterwegs sind. Es ist immer noch Österreich!

Jawohl, wir sind wirklich in Österreich

Und wie sehen Beine und Füsse nach einer solchen Etappe aus? Das möchtest du lieber nicht wissen …

Duschen wär wohl nicht schlecht

Im Gasthof werden wir von Herrn Eisner persönlich empfangen und mit Schorle und Radler erstversorgt. Nach dem Duschen geht es uns schon wieder viel besser und wir erkunden die nähere Umgebung. Leider kann das lokale Adalbert Stifter Museum nur auf Voranmeldung besichtigt werden. Stifter sagt über Schwarzenberg: „Meine ganze Seele hängt an dieser Gegend. Wenn ich irgendwo völlig genese, so ist es dort …“

Adalbert Stifter, 1805 – 1868

{ 0 comments }